Wie geht es der IT-Branche?

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Das Ende des New-Economy-Hypes im Jahr 2001 hat sich im Gedächtnis festgesetzt. Es war verbunden mit einem Stellenrückgang, der nun gestoppt scheint. Etwa 4.000 neue Stellen sind im Jahr 2009 im Bereich der Informationstechnologien entstanden. Zwar wurden die meisten Stellen bei IT-Dienstleistern und Software-Häusern eingerichtet, aber der positive Trend in der Branche ist deutlich erkennbar. Die aktuelle Entwicklung lässt einen Zuwachs der Stellen in den Bereichen Entwicklung und Dienstleistungen erkennen. Besonders der Bereich der IT-Dienstleistungen ist auch international betrachtet von großer Wichtigkeit, denn hier wird die Ware Wissen in die Welt exportiert. Neben der Software-Herstellung trägt besonders der Servicebereich zum Wachstum der Branche bei. Die Hardwareproduktion hingegen verliert in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Nur noch rund ein Fünftel der Beschäftigten ist in diesem Bereich tätig. Waren die Chancen für Seiteneinsteiger in der Vergangenheit groß, sind heute Fachkräfte mit entsprechender Qualifikation und sehr guter Ausbildung gefragt. Häufig übersteigt der Bedarf an Fachkräften sogar das Angebot.

Ratsam ist nach der Einschätzung von Experten eine Spezialisierung, nicht nur während des Studiums, sondern auch später im Beruf. Weiterbildungen gewinnen an Bedeutung, entsprechende Zertifikate sind heute wichtiger denn je. Neben den Bereichen Software, Service und Telekommunikationsdienstleistungen werden Fachkräfte auch von Unternehmen gesucht, die selbst nicht direkt mit dem IT-Sektor zu tun haben. Hier sind es meist Database-Spezialisten und SAP-Berater, die eingestellt werden.

Da die Zahl der Informatikstudenten derzeit rückläufig sei und mittelfristig wieder Fachkräfte in der Branche gesucht werden könnten, ist der Zeitpunkt günstig, jetzt ein entsprechendes Studium oder eine Ausbildung im Bereich der Informationstechnologien zu beginnen. Dann ist man genau zu dem Zeitpunkt mit der Ausbildung fertig, zu dem wieder vermehrt Kräfte gesucht werden. Gewachsen ist auch der Bedarf an Wirtschafts- oder Bio- und Medizin-Informatikern. Die sogenannten Bindestrich-Informatiker verfügen über zusätzliche Fachkenntnisse, die sehr gefragt sind. Daher sind entsprechende Studiengänge – meist mit Bachelor- oder Master-Abschluss eine sehr gute Alternative zum Informatik-Studium. Wichtig für die Zukunft des IT-Sektors ist laut Experten unter anderem eine neue Internet-Politik, die ihre Abwehrhaltung gegenüber Neuerungen ablegt und sich stärker wirtschaftlich orientiert. Dann wäre die Branche in der Lage, mit der nötigen Technologie auch wichtige gesellschaftliche Beiträge zu leisten.

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